FAQs

Häufige Fragen, klar beantwortet

Wissenswertes rund um erneuerbare Energie, Windkraft, Photovoltaik und Energiespeicher – verständlich erklärt, transparent eingeordnet und mit Blick darauf, was für Menschen, Regionen und eine sichere Energiezukunft wirklich zählt.

Frau mit braunem Pullover steht in einem Feld mit Windrädern im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Erneuerbare Energie

Warum Erneuerbare Energien?

Dass Strom aus Erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne die Zukunft gehört ist heute fast allen bewusst. Der Ausbau von erneuerbaren Energien bringt viele Vorteile. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

  • Kostenloser Rohstoff: Wind und Sonne sind kostenlose „Energierohstoffe“ für die Stromerzeugung – unmittelbar in unserer Umgebung.
  • Unendliche Energie: Wind und Sonne sind faktisch unendliche Ressourcen. Anders als fossile Energieträger stehen sie uns jeden Tag aufs Neue zur Verfügung.
  • Unabhängigkeit: Die Nutzung von Wind- und Solarenergie sowie Batteriespeichern reduziert unsere Abhängigkeit von Energieimporten.
  • Heimische Wertschöpfung: Ein Großteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich: Viele österreichische Unternehmen sind am Wind- und Solarenergiemarkt beteiligt.
  • Bürgerbeteiligung: Ein großer Teil der Wind- und Solarenergieprojekte in Österreich wird mit Beteiligung der Bürger:innen vor Ort realisiert.
  • Kraftvolle Erträge: Eine moderne Windkraftanlage versorgt 3.000–4.000 Haushalte mit Ökostrom, während eine große Photovoltaikanlage ebenfalls tausende Haushalte mit Sonnenenergie beliefern kann.
  • Klimaschutz: Bei der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie entstehen keine Abgase, Abfälle oder Abwässer. Deshalb sind sie wesentliche Technologien zur Bewältigung der Klimakrise.
  • Naturschutz: Die Einbindung des behördlichen Naturschutzes und von NGOs in den Genehmigungsverfahren führt zu einer naturschutzverträglichen Umsetzung mit sinnvollen Begleitmaßnahmen.
  • Effizienter Lebenszyklus: Nach über 20 Jahren kann eine Windkraftanlage rasch und umweltverträglich abgebaut werden. Auch Solaranlagen lassen sich am Ende ihrer Lebensdauer recyceln. Innerhalb kurzer Zeit ist die Fläche wieder nutzbar.

Windkraft

Wie laut sind Windräder wirklich?

Moderne Windkraftanlagen sind dank technischer Innovationen leiser, als viele denken. Schon in wenigen hundert Metern Entfernung ist das Geräusch oft nicht mehr wahrnehmbar. Strenge Schallgutachten und gesetzliche Mindestabstände stellen sicher, dass Anwohner:innen nicht beeinträchtigt werden.

Beeinflusst Windkraft die Gesundheit durch Infraschall?

Infraschall ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umgebung – er entsteht durch Wind, Verkehr oder Haushaltsgeräte. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall weit unterhalb der kritischen Werte liegt und keine gesundheitlichen Auswirkungen hat.

Verursachen Windräder störende Lichtreflexe oder Schatten?

Der Schattenwurf von Windrädern ist gesetzlich begrenzt – maximal 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden im Jahr. Tatsächlich wird dieser Wert durch Wetterbedingungen meist nicht annähernd erreicht. Zusätzlich sorgen spezielle Oberflächenbeschichtungen dafür, dass keine störenden Lichtreflexe entstehen.

Kann von Windrädern Eis herabfallen?

Bei bestimmten Wetterbedingungen kann sich Eis an den Rotorblättern bilden. Deshalb verfügen moderne Windkraftanlagen über Sensoren, die eine Anlage bei Eisansatz automatisch abschalten. Die Anlagen werden erst nach Kontrolle vor Ort wieder in Betrieb genommen. Außerdem werden Abstände zu Straßen und Wegen so gewählt, dass keine Gefahr besteht.

Gibt es Auswirkungen der Windkraft auf Vögel und Fledermäuse?

PÜSPÖK minimiert die Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse durch die sorgfältige Standortauswahl, umfassende Artenschutzgutachten und Umweltgutachten sowie Abschaltungen für bestimmte Aktivitäten der Tiere. Insbesondere nachts und in der Dämmerung bei geringen Windgeschwindigkeiten für Fledermäuse, sowie bei der Annäherung geschützter Vogelarten oder während der Zugzeiten, oft basierend auf intelligenten Überwachungssystemen und Algorithmen.

Sind Windkraftanlagen im Wald umweltverträglich?

Ob Windkraftanlagen und Wald zusammenpassen, ist vor allem von der Art des Waldes abhängig. Insbesondere in Wirtschaftswäldern ist das Errichten von Windkraftanlagen unproblematisch. Dabei gilt auch im Wald, wie bei jedem Windparkstandort, dass der konkrete Standort genau untersucht werden muss. Auf die Waldfunktionen hat der Windpark keine Auswirkungen. Auch auf die Tierwelt ist der Einfluss bei einem Waldstandort gering, da die Windkraftanlage jene Bereiche weit oberhalb der Baumwipfel abgeerntet. In diesen Lufträumen ist die biologische Aktivität zumeist sehr gering.

Warum ist die Höhe von Windkraftanlagen wichtig?

Da der Wind weiter oben gleichmäßiger geht, gilt: Je höher der Turm einer Windkraftanlage ist, desto mehr Strom kann erzeugt werden. Je näher eine Windkraftanlage an der Boden ober fläche und Objekten am Boden ist, desto ungleichmäßiger weht der Wind.

Wird in Windkraftanlagen SF6 Gas verwendet?

Die EU hat bereits entschieden, dass ab 2026 SF6 Gase nicht mehr verwendet werden dürfen. Somit ist auch sichergestellt, dass in Preitenegg kein SF6 Gas in Windkraftanlagen zur Anwendung kommen wird. Derzeit wird Schwefelhexafluorid in Schaltanlagen von Windkraftanlagen als Isoliergas verwendet. Es dient der Sicherheit im Betrieb der Anlagen dabei, elektrische Komponenten zu schützen und Kurzschlüsse zu verhindern. Die Systeme sind so konzipiert, dass ein Entweichen des Gases verhindert wird. Unsere Betriebserfahrung bei PÜSPÖK bestätigt das mit 100% ohne Zwischenfall.

Entsorgung und Recycling von Windkraftanlagen

Für Anlagen, die außer Betrieb gehen, gibt es einen florierenden “Second-Hand” Markt. Anlagen werden fachgerecht demontiert, abtransportiert und in einem anderen Land wieder aufgebaut. Darüber hinaus gelten strenge behördliche Auflagen, die einen fachgerechte Demontage von Anlagen garantieren Kommt es zu einem vollständigen Abbau der Anlagen, gibt es für fast alle in einer Windkraftanlage verwendeten Materialien geeignete Entsorgungswege, wodurch eine hohe Recyclingquote (von 80-90%) erreicht werden kann. Stahltürme lassen sich einschmelzen oder wiederverwenden, Betonfundamente zerkleinern und können als Material im Bau von Wegen wieder zum Einsatz kommen. Eine einzige Ausnahme bilden aktuell noch die Rotorblätter. An der Entsorgung dieser wird aktuell intensiv geforscht.

Entsteht durch die Rotorblätter ein Abrieb von Mikroplastik?

Ein Abrieb von Material kann an Rotorblättern durch Regen, Staub und Partikel entstehen. Betroffen ist vor allem die äußere Schutzschicht. Diese Stoffe gelten als gesundheitlich unbedenklich, lebensmittelsicher und nicht wasserlöslich, eine Gefährdung von Trinkwasserquellen ist nicht zu erwarten. Die jährlichen Mengen an potenziellem Abrieb pro Windrad sind gering und liegen im einstelligen Kilogrammbereich.

Photovoltaik

Produzieren Solaranlagen nur bei direktem Sonnenschein Strom?

Nein, auch an bewölkten Tagen erzeugen Photovoltaikanlagen Strom. Moderne Solarzellen sind darauf ausgelegt, auch diffuses Licht effizient zu nutzen, sodass sie in vielen Regionen wirtschaftlich sind.

Ist die Herstellung von Solarmodulen umweltschädlich?

Die Produktion benötigt Energie, doch eine Solaranlage erzeugt diese Menge innerhalb weniger Jahre selbst – und liefert dann jahrzehntelang sauberen Strom. Zudem werden Produktionsprozesse stetig nachhaltiger und energieeffizienter.

Sind Solaranlagen schwer zu recyceln?

Nein, denn es gibt klare Recyclingstandards: Laut Elektroaltgeräteverordnung müssen mindestens 85 % eines PV-Moduls zurückgewonnen und verwertet werden, davon 80 % recycelt oder wiederverwendet. Photovoltaikmodule bestehen größtenteils aus Glas, Aluminium, Silizium, Silber, Kupfer und Kunststoffen – viele dieser Materialien lassen sich effizient wiederverwerten. Die PV-Industrie entwickelt ihre Recyclingmethoden stetig weiter, um den Rohstoffkreislauf noch nachhaltiger zu gestalten.

Was ist Agri-PV und welche Vorteile bietet es?

PÜSPÖK setzt auf Agri PV- Anlagen, das bedeutet die gleichzeitige Nutzung für Landwirtschaft und Energieerzeugung. So kann gleichzeitig erneuerbarer Strom erzeugt werden und die landwirtschaftliche Produktion gesichert werden.

Welche Arten von Agri-PV gibt es?

Es gibt zwei verschiedene Arten von Agri-PV: Agri-PV zur Produktion tierischer oder pflanzlicher Erzeugnisse.

Wie wird die Sicherheit von den PV-Anlagen gewährleistet?

Die Sicherheit der PV-Anlagen wird durch hochmoderne Überwachungssysteme am Gelände gewährleistet.

Produziert eine PV-Anlage auch bei schlechtem Wetter Strom?

Eine PV-Anlage produziert auch an bewölkten Tagen oder bei Regen Strom - das tut sie immer, solange es hell ist. Das Sonnenlicht wird durch diffuse Strahlung durch die Wolken auf die Photovoltaikmodule gestreut.

Wie lange ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?

Die durchschnittliche Lebensdauer einer PV-Anlage kann mit 20-25 Jahren angegeben werden.

Ist Photovoltaik im Winter effizient?

PÜSPÖK setzt auf Hybrid-Projekte, die die geringere Sonneneinstrahlung von Photovoltaikanlagen im Winter, die immerhin noch 25 % der jährlichen Energie erzeugen, durch die Windkraft ausgleichen. Windkraft weist ein umgekehrtes Erzeugungsverhalten auf und ist daher eine ideale Ergänzung.

Wie lange ist die energetische Amortisationszeit?

Die Zeit, die eine PV-Anlage benötigt, um die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde, zu produzieren, beträgt in Österreich rund zwei Jahre (energetische Amortisationszeit). Nach dieser Zeit produziert die Anlage für die restliche Zeit ihrer Lebensdauer emissionsfrei Strom. Heute hergestellte PV-Anlagen erzeugen somit während ihrer Lebensdauer mindestens 10-mal mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wurde.

Energiespeicher

Was ist BESS?

Batteriespeicher (Batterie-Energiespeichersystem, Battery Energy Storage System, BESS) sind ein wichtiger Baustein, der helfen kann, das Stromnetz stabil zu halten, indem sie überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf wieder abgeben – das verringert teure Eingriffe ins Netz, reduziert den Netzausbau und spart Kosten für den Endverbraucher. Sie gleichen die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind aus, sodass diese Energie auch bei Dunkelheit oder Windstille genutzt werden kann. Ein wichtiger Schritt, um das Ziel von 100% erneuerbarer Energie bis 2030 und darüber hinaus zu erreichen.

Wie helfen Energiespeicher, die Strompreise zu stabilisieren?

Ohne Speicher schwanken die Strompreise stark – mal gibt es zu viel Strom, mal zu wenig. Batteriespeicher gleichen diese Schwankungen aus, indem sie Energie dann bereitstellen, wenn die Nachfrage hoch ist. Dadurch bleiben Strompreise ganztägig auf einem stabilen und leistbaren Niveau.

Machen Speicher uns unabhängiger von fossilen Energien?

Ja! Energiespeicher reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, insbesondere aus politisch sensiblen Regionen. Je mehr Energie wir aus Wind und Sonne speichern können, desto weniger sind wir auf Importe angewiesen. Das stärkt unsere Energieversorgung und macht uns unabhängiger von globalen Krisen.

„Wie laut sind die Anlagen?“ - Lärm/Emissionen

Die Hersteller müssen gewisse Schallwerte einhalten. Diese liegen typischerweise bei ca. 70-90 dB(A), abhängig von Kühlsystem, Wechselrichter und Transformator. In Österreich gelten darüber hinaus klar definierte Grenzwerte für Lärmemissionen, deren Einhaltung im Rahmen der Genehmigung eingehalten werden muss. Dadurch ergeben sich Mindestabstände zu Wohngebieten.

Sofern notwendig, können Lärmemissionen auch mit zusätzlichen Maßnahmen (Lärmschutzwand, Schallhauben, Aufstellung am Grundstück) weiter verringert werden.

Sind Energiespeicher sicher?

Ja! Moderne Speicher erfüllen höchste Sicherheitsstandards:

  • Sie stärken die Netzstabilität, indem sie kurzfristige Stromschwankungen ausgleichen.
  • Sie verhindern theoretische Blackouts, indem sie in kritischen Momenten Strom bereitstellen.
  • Sie kontaminieren nicht den Boden, da sie ohne problematische Emissionen oder Rückstände betrieben werden.

Was passiert mit alten Energiespeichern?

Energiespeicher haben eine lange Lebensdauer, aber wenn ihr erster Einsatzbereich endet, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Second Use: Sie können weiterverwendet werden, z. B. als stationäre Speicher für weniger anspruchsvolle Anwendungen.
  • Recycling: Wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel können recycelt und für neue Batterien genutzt werden.

Wie versucht man, die Netzbelastung gering zu halten?

Durch die Kombination von PV-Anlagen, Windenergie und Speichersystemen wird die Netzbelastung gering gehalten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleistet. So ist es möglich, mit einem bestehenden Netzanschluss zu arbeiten und das Zusammenwirken von Windenergie und Photovoltaik ermöglicht eine stetige Einspeisung. Im Sommer gibt es weniger Windstärken, dafür eine höhere Sonneneinstrahlung und im Winter kann stärkerer Wind die kürzeren Tage ausgleichen. Der Speicher kann dazu eingesetzt werden, die Spitzen zu minimieren und entlastet somit das Netz.

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